Themenfelder und Ziele des Lokalen Aktionsplan Herrenberg
„Toleranz fördern – Kompetenz stärken“


Ein Lokaler Aktionsplan verfolgt grundsätzlich verschiedenste Ziele. Diese Ziele werden nach dem System der Leit-, Mittler- und Handlungsziele entwickelt.

Die Leitziele geben die Grundausrichtung des Lokalen Aktionsplans an und sind in ihrer Ausrichtung langfristig angelegt.

Die Mittlerziele verbinden die Ebenen der Leit- und der Handlungsziele. Sie sind mittelfristig angelegt.

Die Handlungsziele beschreiben einen spezifischen Zustand, zu dessen Erreichung es bestimmte Interventionen bedarf. Eine weitere Konkretisierung der Handlungsziele des Lokalen Aktionsplans erfolgt im Rahmen der Einzelprojekte.

Der Lokale Aktionsplan für Herrenberg beinhaltet drei Leitziele, deren konkrete Umsetzung durch Mittler- und Handlungsziele genauer beschrieben wird. Projektanträge sollten sich an diesen Zielen orientieren.

Leitziel I Demokratie braucht Beteiligung von jungen Menschen

Beteiligung wird bereits in jungen Jahren erlernt und in nachhaltigen Beteiligungsstrukturen umgesetzt.

Mittlerziele:

Förderung von Fachinformation, Anerkennung und Wertschätzung
Generationendialog herstellen, voneinander lernen
Netzwerke nutzen oder aufbauen, um die Handlungsziele der Beteiligungsformen umsetzen zu können

Handlungsziele:

Beteiligungsformen im Vorschulbereich, Schulen, Vereinen und politischer Beteiligung nachhaltig entwickeln
Aktivierende Befragungen
Öffentliche Foren, Zukunftswerkstätten und Ideenbörsen mit dem Ziel, die entsprechenden Gruppierungen für ein gemeinnütziges Engagement in sozialen, kulturellen, ökologischen und sportlichen Bereichen zu aktivieren

Leitziel II Beteiligung braucht Chancengerechtigkeit – Chancengerechtigkeit braucht vielfältige innovative Beteiligungen

Kindern, Jugendlichen und Familien auch aus sozial benachteiligten Familien, mit und ohne Migrationshintergrund oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen wird chancengleiche Teilhabe und Engagement ermöglicht.

Mittlerziele:

Zusammenführung von bestehenden Netzwerken in einer breiten Öffentlichkeit für Transparenz und gesicherte Teilhabe
Gemeinsame kommunale Bildungsplanung aller Bildungsträger für flexiblere und individuellere Förderung zur Chancengleichheit

Handlungsziele:

Projekte entwickeln, die Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Engagement ermöglichen
Aktivierende Befragung
Nicht „für“, sondern „mit“ Betroffenen Bildungs- und Projektplanung entwickeln
Stärken anstatt Schwächen sichtbar machen und in Projekten zum Tragen bringen
„Voneinander lernen“ als Motto von Projekten

Leitziel III Demokratie braucht aktive Auseinandersetzung mit Werten

Gegen extremistisches Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit, soziale Benachteiligung oder die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen wird in der Öffentlichkeit Wahrnehmung und Sensibilität gestärkt.

Mittlerziele:

Themen, die sich mit extremistischen Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit, sozialer Benachteiligung oder Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen befassen, öffentlich diskutieren und aufklären.

Handlungsziele:

Handlungsziele werden folgendermaßen umgesetzt:
Unterstützung der in der Jugendarbeit und im Sport leitenden Engagierten mit dem Ziel der Stärkung von Kompetenzen im Erkennen und Umgang mit antidemokratischen Strukturen und Tendenzen
Sensibilisierung für vermeintliche Tabuthemen sowie kritische und offene Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen des politischen Extremismus und anderen Formen der Diskriminierung in den Medien